Am nächsten Morgen ist das Zelt nass, es weht recht stark von Süden und wir verschlafen. Ich will unbedingt ins Wasser, kann mich erst im vierten Anlauf überwinden. Simon mag gar nicht aufstehen. Am späten Mittag kommen wir endlich los. Immer noch mit dem Plan heute knapp 200 km fahren zu wollen…
Anfangs kommen wir doch ganz gut vorwärts, Schweden ist in diesem Teil recht öde anzugucken, kaufen unterwegs Postkarten und schreiben sie in der schon tief stehenden Sonne am Strand, nach gerade 70 Kilometern. Nach einer einstündigen Auffahrt auf den einzigen wirklichen Berg auf unserer Strecke, folgt eine sanfte, halbstündige Abfahrt. Als wir nach dem Berg an einer Tankstelle nach der Entfernung nach Trelleborg fragen, bescheidet man uns knapp mit 20 schwedischen Meilen. 200 km heißt das. Wir lachen herzlich und ziehen weiter.
Mit dem Sonnenuntergang wird der Wind stärker, richtiger Regen kommt auf. Wir packen uns wasserdicht ein. Weiter. Stunde um Stunde sinkt unser Schnitt, nach zwölf quälen wir uns nur noch mit knapp 14 die leeren Straßen zwischen leeren Feldern entlang. Simon sagt, dass er wirklich nicht glaubt, dass wir es noch schaffen. Ich will jedoch die Fähre am nächsten Morgen erreichen, will weiter…